Kaum ist der Sommer da, herrscht Waldbrandgefahr. Im ganzen Land Brandenburg wurden Warnstufen ausgerufen, in den allermeisten sogar die höchste Stufe 4.
Mit dem Einzug des Sommers in Brandenburg wächst die Waldbrandgefahr. Für elf der insgesamt 14 Landkreise gelte inzwischen die höchste Warnstufe 4, teilte das Agrarministerium am Freitag in Potsdam mit. Am Sonnabend werde für die Kreise Havelland und Ostprignitz-Ruppin die Stufe 3 ausgerufen. Nur in der Prignitz herrscht die moderate Warnstufe 2.
„Es gilt, das generelle Rauchverbot im Wald ebenso zu beachten wie das Verbot offener Feuer im Wald und in einem Abstand von mindestens 50 Metern vom Wald“, erläuterte das Ministerium. „Das Grillen an Seeufern in Waldnähe ist damit auch verboten.“ Für einen raschen Zutritt der Feuerwehr und Rettungskräfte dürfen Waldzufahrten nicht versperrt, Autos nur auf extra ausgewiesenen Flächen abgestellt werden.
Wegen der Regenfälle im Frühjahr war die Waldbrandgefahr bis Anfang Juni kaum ein Thema. Der vielfach sandige Boden könne das Wasser aber nicht lange speichern, sodass zur Verminderung der Waldbrandgefahr „ergiebige Niederschläge“ erforderlich seien.
Die Wälder Brandenburgs gelten wegen des hohen Anteils an Kiefern, der klimatischen Bedingungen und der leichten Sandböden als besonders brandgefährdet. Die EU-Kommission hat das Land gemeinsam mit Regionen wie Südfrankreich, Korsika oder Südspanien in die höchste Waldbrandrisikostufe eingeordnet.
Stand vom 26.06.2010 |